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Arthrose und Arthritis – vorbeugen, erkennen und behandeln

  • Die Seniorin, die morgens vor Schmerzen kaum aus dem Bett kommt.
  • Der Großvater, der über sein Rheuma klagt.
  • Die über Nacht geschwollene und hochrote große Zehe.

Nur drei Beispiele für die Erscheinungsformen von Arthrose und Arthritis,
mit denen irgendwann im Laufe des Lebens fast jeder Mensch einmal Bekanntschaft macht. In diesem kleinen Ratgeber erfahren Sie, woran Sie als pflegende Angehörige eine Erkrankung aus diesem Formenkreis erkennen, wie Sie den Betroffenen Linderung verschaffen können, welcher Arzt zuständig ist und welche Vorbeugemaßnahmen es gibt.

Arthrose oder Arthritis?

Die beiden medizinischen Fachbezeichnungen klingen ähnlich, dürfen aber nicht verwechselt werden. In beiden Worten steckt die griechische Bezeichnung „arthros“, was übersetzt Gelenk bedeutet. Doch das Erscheinungsbild der beiden Gelenkerkrankungen ist verschieden.

Arthrose

Die Arthrose kennzeichnet den Verschleiß eines Gelenks, der nicht nur aufgrund altersüblicher Abnutzung, sondern zum Beispiel auch durch eine einseitige Belastung am Arbeitsplatz oder Hochleistungssport entstehen kann.

Typisches Symptom ist der Anlaufschmerz am Anfang einer Bewegung.
Ein Beispiel ist die Kniegelenkarthrose, bei der durch fortschreitenden Abbau der als Puffer fungierenden Knorpelschicht die beiden Knochen von Ober- und Unterschenkel aufeinander reiben.

Arthritis

Arthritis dagegen ist die Bezeichnung für eine akut entzündliche Erkrankung. Sie äußerst sich am betroffenen Gelenk durch die klassischen Entzündungszeichen:

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Rötung
  • Überwärmung

Sie kann zum Beispiel aufgrund von Rheuma oder einer Gichterkrankung entstehen.

Welcher Arzt hilft?

Sowohl die Arthrose als auch die Arthritis sind Krankheitsbilder, die so häufig auftreten, dass auch der Hausarzt die nötige Behandlung einleiten kann.

Für eine gesicherte Diagnose überweist er die Betroffenen gegebenenfalls auch:

  • zum Orthopäden
  • zum Internisten (zum Beispiel bei einer Gichterkrankung)
  • zum Radiologen

Vorbeugung und Therapie haben vieles gemeinsam

Viele Senioren tendieren dazu, aufgrund der Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die eine Gelenkerkrankung mit sich bringt, das betroffene Areal zu schonen. Doch dies ist nur im wirklich akuten Zustand zu befürworten.

Grundsätzlich ist Bewegung sowohl für die Prophylaxe als auch in der Therapie wichtig.
Denn körperliche Aktivität vermehrt die Gelenkschmiere, die für eine verbesserte und weniger schmerzende Gelenkfunktion sorgt.

Für den Akutzustand verschreibt der Arzt außerdem die passenden Medikamente. Kühlende Kompressen und das Hochlagern eines entzündeten Gelenks verschafft ebenfalls Linderung.

Arthrose und Arthritis im Überblick

  • Arthose bezeichnet den Verschleiß von Gelenken.
  • Arthritis ist eine akute Gelenkentzündung.
  • Rheuma und Gicht können mit einer Arthritis einhergehen.
  • Ansprechpartner ist der Allgemeinmediziner.
  • Bewegung ist die optimale Vorbeugung und Behandlung.

Titelbild: © Photographee / stock.adobe.com